Die Vorteile der Polyamorie

Die Vorteile der Polyamorie

Die Polyamorie oder polyamore Beziehung ist der neue Trend der Welt was die Beziehungen angeht, dort wo es eine minimale Offenheit für die Deutung des Begriffs “Paar”, “Familie”, “Liebe” oder “Monogamie” gibt. Es ist ein ungewöhnliches und gleichzeitig interessantes Konzept, das offenbart, daß die Mehrfachliebe nicht nur eine einfache sexuelle Entspannung darstellt.

Im Gegenteil zu den Swingern, von den Kritikern in dieselbe Kategorie mit den Mehrfachliebern (und allen anderen, die die vorgesehenen Schablone missachten) einbezogen, unterstützen die letzteren die mehrfachen familiären Verbindungen, nicht nur den gelegentlichen Partnerwechsel, der als befreienden Ziel die in der Schatzkammer der Psyche aufbewahrten Phantesien zu stillen hat. Sie gahen von der Veraussetzung aus, daß alle Sterblichen, diskriminierungsfrei, das Recht haben sich mit mehreren Partnern “zu verkoppeln” (nacheinander oder gliechzeitig), beziehungsweise die Fehigkeit besitzen, sich gleichzeitig an mehrere “Seelen”, für eine längere Zeitspanne, wenn nicht für den Rest des Lebens, emotional zu verbinden.

Diese Verbindungsart basiert auf der Freiheit mit einer unbegrenzten Anzahl von “Freunden”, sowohl physisch-emotional als auch sozial zu interagieren (die einzigen Hindernisse sind die Zeit- und Energieressourcen, die Anzahl der Geschlechtsverkehre dementsprechend keine außerordentliche Anzahl erreichend). Die “poly” Lebensweise redefiniert also das menschliche “Beziehungssystem” und seine Regeln (manchmal scheinheilig), indem sie die Treue gegenüber einer einzigen Person mit der Annahme und Ehrlichkeit ersetzt.

Wie jedes Verfahren das sich respektiert, hat die Polyamorie eine Reihe Grundsätze, die mit dem Friedensprozess auf Erden mithalten können: Transparenz, Vertrauen und die Fähigkeit sich für die Freude “des anderen” zu freuen. Gleichzeitig wird die Verantwortung der eigenen Taten und die Optionsvielfalt gefördert, durch erweiterte “Konkubinate”, die bisexuell oder monosexuell sein können. Die Partner können zusammen leben oder nicht, das Bett gerecht teilen, (eventuell) auch die Haushaltsarbeiten, eine Hierarchie festlegen oder nicht (indem sie eine Hauptpartner anerkennen und mehrere Nebenpartner oder, im Gegenteil, jeder die gleiche Bedeutung hat), Kinder aufziehen oder nicht, sie können öffentlich ihre Optionen zu diesem Thema erklären oder nicht... nicht daß ein solches Zusammenleben leicht vor neugierigen Nachbaren, zum Beispiel, zu verheimlichen ist.

Abgesehen davon, tritt auch die unvermeidliche Frage auf: warum würde sich jemand mit solchen verzwickten und ernsten Verpflichtungen komplizieren, wenn er herumschlafen kann, ohne sich unnötig das Leben zu komplizieren? Neben einer relativen Stabilität, die auch die eifrigen Rebellen benötigen (trotz ihrer Vorliebe für “Abwechselung”), bietet die Polyamorie den Amateuren mehrfache andere Vorteile:

 

1.-Verbessert die Gesundheit. Die Wissenschaft zeigt eine starke Verbindung zwischen der Häufigkeit der Geschlechtsverkehre und der Gesundheit. Die, die sich im Schlafzimmer mühe geben freuen sich ein besseres Allgemeingefühl zu haben, weil Sex Stress abbaut, die Immunität steigert, Blutdruck stabilisiert; abgesehen davon, daß er für das weite und ansteckende Lächeln der Angeklagten verantwortlich ist. Mit oder ohne den wundervollen “Nebenwirkungen”, ist der physiche Kontakt ein Vorteil. Man braucht keine sehr intuitive Seele oder anspruchsvolle mathematische Rechnungen um zu verstehen, daß der Mensch mit mehreren Liebhabern sich einer zusätzlichen Zufriedenheit freut (in jeder Hinsicht) im Vergleich zum traditionellen Monogamisten oder zum nicht allzu erfolgreichen Junggeselle.

 

2.-Stärkt die Identität. Die Polyamoristen, wie die Mehrheit der Liebhaber sexueller Freiheit auch, lehnen Hinterlist, gelegenheitlichen Ehebruch oder “sportliche” Abenteuer ab und sprechen offen über ihre Phantesien. Sie verstecken nicht unterm Teppisch ihr Interesse für den neuen Mitarbeiter oder die Anziehung für das Kindermädchen. Die traditionellen Paare verhindern die zu hohen Ehrlichkeitsniveaus und beschuldigen die Normabweichungen mit mindestens einem zerbrochenen Teller oder schlimmer... mit stürmischen Trennungen, oftmals mit einstweiligen Verfügungen gewürzt. Die Möglichkeit der Meinungsäußerung “verbotener” Bedürfnisse wird eine große Verantwortung innerhalb der offenen Beziehung, die ohne eine totale Transparenz nicht funktionieren kann. In der Tat, erlaubt die Polyamorie dem Menschen seine Hemmungen zu bezwingen, was die Frustration, sich anders als die innerlichen Impulse diktieren verhalten zu müssen, im Keim erstickt.

 

3.-Bietet ein realistisches Bild der Partner. Obwohl sie die Leichtgläubigkeit der Kindheit, ernährt mit Filme, Zeitschriften oder Bücher die dem Blutzuckerspiegel schaden, überwunden haben, orientieren sich noch die Erwachsenen beim Wahl ihrer Hälfte nach einem idyllischen Bild. Der Traumpartner muss (unbedingt) hoch, reich, muskulös, mit großem Penis und großes Herz sein. Die Traumpartnerin, ihrerseits, muss (wie das Sprichwort sagt), eine Lady in der Gesellschaft, talentiert im Bett (Schlampe ist der unzensierte Ausdruck) und eine gute Köchin sein (Anforderung irgenwie ausgegrenzt in der letzten Zeit, dank dem Trend in einem Restaurant zu essen oder einfacher... auf der Straße).

Die Polyamoristen sind realistische, flexible und rationale Wesen, die nicht die missbräuchlichen Techniken Prokrustes benutzen, um ihre “Gefährten” in eine unmögliche Schablone zu zwingen. Die Freiheit zu wählen macht sie ruhig und vernünftig. Sie schätzen mit Treue ihre Geliebten und akzeptieren sie als solches, denn paradoxerweise, eben weil sie über mehrere Varianten “verfügen” (jede, mit seinen eigenen Besonderheiten), sind sie nicht mehr von der Faszination des obsessiven einzigartigen Ideals angezogen, was sehr gesund für die Psyche ist.

 

4.-Garantieren eine “große und glückliche Familie”. Einsamkeit ist die letzte Sorge der Querdenker in Liebesangelegenheiten und Psychotherapie ist ihnen fremd und unnötig. Egal ob sie beisammen wohnen oder jeder sein eigenes Zuhause verwaltet, sind sie, dank der Eigenart ihrer Beziehungen, Teil eines sozialen Netzwerks mit persönlicher Prägung und eigene Verhaltensregeln. Die jeweiligen legen ihren Körper und ihre Gefühle gemeinsam, teilen aber gleichzeitig auch die Unruhen, Probleme oder den täglichen Stress. Anders ausgedrückt, haben die Glücklichen an wen sich zu wenden, sowohl für Ekstase, als auch für Verständnis oder Trost (wenn nötig), weil die Hilfsquellen direkt proportional mit den Beteiligten und ihrer Dynamik sind.

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Das Erweitern der Bedeutung des Begriffs “Paar” bringt zahlreiche theoretische und praktische Herausforderungen denen, die an ein solches Experiment teilnehmen. Von der Aufteilung der Zeit, des Raumes, der Zuneigung oder des Körpers und bis zur Umdenkung der traditionellen häuslichen Aufgaben, scheint alles eine Herausforderung mit wieder gutzumachenden Chaospotenzial zu sein, insbesondere wenn man die potenziellen Abweichungen oder unangemessenen Anwendungen verschiedener Versuche (unmittelbar aufgetreten) berücksichtigt. Mit gewissen unvorhergesehenen Umständen zu jonglieren, sowie die Bedürfnisse aller zusätzlichen Partner zu befriedigen, entwickelt in den Polyamoristen eine heutzutage immer seltene Eigenschaft: emotionale Stabilität! Sex nach Belieben, die Leichtigkeit zu kommunizieren und die Flexibilität der Beziehung kommen am Ende (beruhigend) als kleiner Bonus. Aber... einer der (wahrhabend) den Unterschied macht.

Quelle: www.interswingers.com