Kurze Geschichte der "sexuellen" Verbrechen und die damit verbundenen Strafen in der Welt.

Kurze Geschichte der "sexuellen" Verbrechen und die damit verbundenen Strafen in der Welt.

Abgesehen von einigen konservativen Ländern (ziemlich wenige, das stimmt), wo man von der Polizei abgeholt werden kann und formell angeklagt, weil er seine besser Hälfte betrogen hat, genießt der Rest der Welt eine etwas "nachsichtige" sexuelle Freiheit, solange sie die Rechte, die Integrität und den seelischen Frieden der Anderen beeinträchtigt. Nach Jahrhunderten der Einschränkungen und Zensur, ist endlich den Punkt in der Geschichte erreicht, wenn die einzigen oberste Gerichte, gegenüber man Rechenschaft schuldig sein kann für die Art und Weise, wie er/sie seinen Penis/ihre Vagina benutzt hat, ist der Ehemann/die Ehefrau und eventuell... die Schwiegermutter.

Das war allerdings nicht immer so.

Der Sex und die Umgebung wo er stattfindet, haben schon immer für Probleme in der Gesellschaft gesorgt. Nicht, weil die Menschen es nötig gehabt haben, die beste Sexstellung einstimmig zu wählen, sondern was die Einmischung der Behörden im Privatleben anbetrifft.

Seit der Antike gab es Gesetze, um damit die Verhaltensweisen der Massen zu regeln. Jede Zivilisation hatte ihre eigene Regel für ein "gutes Benehmen" im Intimleben und auch die dazugehörende Sanktionen für die Ungehorsamen (Regeln erzeugen implizit auch Pflichten).

Von einem gewissen Standpunkt aus, sind solche Schritte manchmal gerechtfertigt. Im Gegensatz zur Marktwirtschaft oder morgendliche Erektion, geschieht die soziale Ordnung nicht von selbst. Sie muss, und in der Regel auch wird, in einer geplanten Weise umgesetzt, abhängig von Mentalitäten, Überzeugungen und Interessen zu einer bestimmten Zeit.

Im alten Babylon, zum Beispiel, war die Einhaltung der Besitzrechte an den Kindern oder an den Ehefrauen, fast eine heilige Angelegenheit. Somit waren alle normative Bemühungen in dieser Richtung orientiert. Die von den Königen entwickelte Kodizes (2100 - 1700 v. Chr.) bezeugen, dass Ehebruch hart "belohnt" war, nämlich mit dem Tod.

Mann bezahlt einen hohen Preis für einige Augenblicke der Freude, nicht wahr? Nun ja, die Assyrern, Juden, Griechen oder Römer (zu einem gewissen Grad) haben ihrerseits den unerlaubten Sex als schweres Verbrechen angesehen, das bestraft werden muss: mit Freiheitsentziehung, Folter oder wie bereits erwähnt, das düsteres Eintreten des Sensenmannes vorantreiben.

Diejenigen, die untreu waren, haben buchstäblich ihren Kopf riskiert, wenn sie den Versuchungen des Fleisches verfielen. Eine trübe Aussicht und heutzutage schwer zu akzeptieren.

In anderen Fällen, haben die Gesetze (wie die von angelsächsischen König Ethelbert) mehr Toleranz und Verständnis bewiesen, was die fleischliche Fehler anbetrifft (sie waren nicht mehr mit dem Tod bestraft, sondern nur mit Geldbußen für Männer die sich Witwen "angeeignet" haben, mit Dienstmägde geschlafen haben oder Affären mit Frauen aus unteren sozialen Schlichten hatten, gar nicht zu sprechen von denen, die mit verheirateten Frauen schliefen).

Im Gegensatz dazu, erlaubte der Kodex von Alfred dem Großen (angelsächsische König von Wesex aus der Zeit von 871 bis 899) jedem Mann, den Liebhaber seiner Frau, Tochter, Schwester oder Mutter zu töten, wenn er ihn auf frischer Tat erwischt hat.

Ein weiteres interessantes Beispiel ist der Kodex von König Knut (1016 - 1035), welcher den verheirateten Menschen verbiet, Liebe mit den eigenen Sklaven zu machen und bei Verstößen war eine öffentliche Demütigung vorgesehen oder der Verlust seine Besitztümer.

Eine andere Strafe war das Abschneiden von Ohren und Nase. Auch Christen hatten eine reiche Fantasie, was die Ehebrecher und Homosexuellen anbetrifft oder diejenigen, die Inzest oder Sodomie begangen haben, die sie entweder gefoltert oder getötet haben. Mehr noch, die Priestertöchter die man bei erotischen Ausschweifungen erwischt hatte, wurden lebendig verbrannt (mit ihren Partner selbstverständlich) und Paare die während der Menstruation Geschlechtsverkehr hatten, wurden "in die Mitte ihres Volkes" erniedrigt.

Doch die Menschen haben weiterhin ihren Instinkten gefolgt, die Kirche ihre Kirchenmitglieder gezwungenermaßen "gereinigt" und die Sonne ist weiter aufgegangen.

Im Jahre 1.100, aus der unendlichen Großzügigkeit der Priesterschaft, entstanden neue Strafen für den Nichtvollzug der Ehe, Promiskuität oder Prostitution. Darunter auch welche die vorgeschrieben haben, dass Prostituierte, Ehebrecher oder "unzüchtige" Priester ihre "Erlösung" in öffentlichen Käfigen finden sollten, die extra dafür konstruiert wurden und auf den Stadtplätzen hingestellt waren. Und das war noch nicht alles! Die Beschuldigten waren durch die Gassen der Stadt gezerrt, mit "beschämenden" Kleider angezogen, ausgepeitscht, die Köpfe rasiert und anschließend verbannt. Mit göttlicher Liebe, selbstverständlich.

Im Laufe der Zeit hat ist die harte Politik der Kirche milder geworden und hat die körperlichen Strafen mit Geldstrafen ersetzt, wobei die "Moral" gegen die Versuchung, einen großen Gewinn auf Kosten der Sünder zu machen, verloren hat. Ein gutes Geschäft für alle.

Die Moderne hat starke Veränderungen der Mentalität mit sich gebracht, die Bevölkerung hat sich von dem Eindringen der "kirchlichen Gremien" in ihre persönlichen Angelegenheiten losgelöst. Gleichzeitig wurde auch die Akzeptanz sexueller Minderheiten größer, auch die Vielfalt der inhärenten Motivationen und intimen Wünsche oder die "extravagante" Experimente hinter den verschlossenen Türen der Schlafzimmer.

Was der gehasste Ehebruch angeht, obwohl er weiterhin in vielen religiösen oder säkularen Staaten immer noch als gesetzwidrig gilt, nicht jeder setzt auch die Theorie in Praxis um. Heute bekommen die "Chance" ohne Puls, Haus, Auto oder anderen Körperteile (vor allem den Genitalteilen) zu bleiben, wegen einem Seitensprung, nur solche die rachsüchtigen Partner mit zweifelhafter Gewohnheiten haben.

Nur wenn sie scheitern, sich richtig zu tarnen.