Die Geschichte des Make-Ups

Die Geschichte des Make-Ups

Seit der Antike spielen die Kosmetikartikel eine besonders wichtige Rolle bei der Verklärung der Frauen. Eine sorgfältige Anwendung von Make-up auf das Gesicht einer Frau, kann die Begegnung zwischen das was die Frau tatsächlich ist und das Idealbild das sie sich wünscht.

Das Make-up wurde verwendet, um bestimmte Gefühle und Qualitäten zu wecken und zu stimulieren, sowohl bei der Person die es zusieht, als auch bei der die sich geschminkt hat. Das Make-up macht die Frau komplett. Selbst das natürlichste Erscheinungsbild wird häufig nur mit viel Mühe gepflegt.

Traditionen in der Kunst des Make-ups. In allen Kulturen der Welt haben die Kosmetikartikel geholfen das Gesicht der Frauen zu verschönern und haben nicht selten gewöhnliche Merkmale in einem besonderen Aussehen umgewandelt.

In China, hatten die Frauen die Angewohnheit sich einen roten Punkt auf die Mitte der Stirn zu malen. Eine ähnliche Praxis besteht immer noch in Indien und Nepal und es sollte ihr Engagement in dem spirituellen oder religiösen Leben zeigen.

In Ägypten, haben sich die Frauen nach bestimmten Duftbäder, zuerst ihren Körper mit Schminke überdeckt und dann eine Kosmetik des Gesichtes mit einem schwierigen und sorgfältigen Make-up, indem sie komplizierten Mixturen verwendet haben, wie die berühmte “Kohl” zum Auffrischen der Augen. Lippenstifte in Form von Bleistifte wurden benutzt, um den Glanz der Lippen zu betonen. Auch einige Kauprodukte könnten das Zahnfleisch hart und rosa machen. Für die Wangen wurden verschiedene Pulver und Schminken auf Basis von Zinnober (natürliche rote Quecksilbersulfid, vor allem in der Herstellung von Lacke verwendet) benutzt. Das Haar war gekämmt, geflochten und parfümiert.

Der assyrische Adel verwendete große Mengen an Parfüms und Kosmetika.

Das arabische Wort für Lidschatten (Kohl oder Kohol), das bis heute überlebt hat, bedeutet Friede und Ruhe. Anfangs wurde Bleisulfid verwendet, das der Namen kohol (oder kohl) bekommen hat, später wurde Magnesiumoxid verwendet, aber der Namen ist geblieben. Um die Augen zu schminken benutzte man zwei Farben. Schwarz (kohl) für den oberen Augenlid und Malachitgrün für den unteren.

Mit Hilfe eines Stäbchens, in Khol getaucht und dann direkt auf die Pupille aufgetragen, hatten die Frauen in der Antike einen besonderen Glanz in ihren Augen bekommen. Um noch attraktiver und reizvoller zu sein, haben sich die Frauen die Fingerkuppen, Zehen, Fersen und manchmal die Nippel mit Korallrot gemalt. Sie haben dies durch die Verwendung von “Kufra” Saft geschafft. Diese Pflanze, bekannt unter dem Namen Henna, wurde wegen ihrer kleinen, zarten und besonders duftenden Blüten sehr geschätzt. Die Blüten hatten eine Sternform, wuchsen in Büscheln mit einem dunkelroten Saft aus den Blättern und Stielen. Seit Jahrhunderten haben die Frauen des gesamten Orients diese Blumen im Haar getragen, die Blätter zerkleinert, zu Pulver gemahlen und mit cateshu (ein Farbstoff gewonnen aus einem indischen Baum) vermischt, um den notwendigen Farbstoff zu erhalten. Auch heute wird Henna von vielen Frauen verwendet, insbesondere zum Färben von Haaren.

In Griechenland, haben die Frauen mit Hilfe von Bleicarbonat das Gesicht hell gehalten. Diese Substanz ist seit Jahrhunderten populär geblieben. Sie konnte aber, aufgrund seiner toxischen Wirkung zum Tode führen.

Im Römischen Reich (vor allem in Rom) die Verwendung von Salben und Schminken war sehr verbreitet. Viele Fachgeschäfte verkauften verschiedene Duftstoffe. Ovid, in “Ars Amandi” (“Liebeskunst”), beschrieb die Verwendung von kosmetischen Präparaten. Er hat sogar einen Kodex veröffentlicht: “Die Pflegeprodukten des Ovids” (eine wahre Sammlung von Kosmetikrezepten).

Der Arzt von Kaiser Trajan hat auch eine Rezeptsammlung für Kosmetik veröffentlicht, in der zum Teil die Rezepte von Königin Kleopatra stehen. Diese ist leider verloren gegangen, aber die wichtigsten Teile davon wurden von dem römischen Arzt Galenos, der Gründer von “Galenismus” (die Kunst und Wissenschaft der Zubereitung von Arzneimittel) wiedergegeben.

Seit 1960, wurde die Kunst der Schönheitspflege in verschiedenen Berufsgruppen unterteilt: Alchemisten, Barbiere, Friseure, Apotheken, Dienstmädchen oder sogar edlen Damen.